Sicherheit für die industrielle Automatisierung hat Priorität
Moderne Automatisierungssysteme bestehen aus einer Vielzahl vernetzter Komponenten. Ungeschützte Schnittstellen, fehlende Updates oder unsichere Passwörter sind nur wenige der Einfallstore. Die durch Cyberattacken entstehenden Schäden in der Industrie liegen in Milliardenhöhe. Durchgängige Sicherheit ist daher eine Notwendigkeit.
Um den wachsenden Cyberbedrohungen entgegenzuwirken, setzen Regierungen weltweit zunehmend auf strengere Sicherheitsvorschriften. Unternehmen müssen sich frühzeitig mit diesen Anforderungen auseinandersetzen, um gesetzeskonform zu agieren und ihre Systeme effektiv abzusichern.
Das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS legt besonderen Wert auf Cybersicherheit. So können Unternehmen kontinuierlich eine sichere und zuverlässige Produktion gewährleisten.
Cyber Resilience Act fordert Sicherheit für vernetzte Produkte
Eine der neusten EU-Verordnungen ist der Cyber Resilience Act (CRA). Er wurde Ende 2024 offiziell veröffentlicht und dient zur Stärkung der Cybersicherheit vernetzter Produkte. Der CRA betrifft alle Produkte mit digitalen Komponenten, die miteinander kommunizieren und verpflichtet Hersteller, ein hohes Maß an Sicherheit von Anfang an zu gewährleisten.
Der CRA stellt zum einen Anforderungen an die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen, zum anderen an die von den Herstellern festgelegten Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen, um die Cybersicherheit während des Unterstützungszeitraums der Produkte sicherzustellen. Neben einer detaillierten Risikobewertung müssen Cyberrisiken bereits in der Produktentwicklung berücksichtigt werden. Die Produkte müssen standardmäßig sicher und update-fähig konzipiert sein. Zudem schreibt der CRA vor, dass kritische Sicherheitsvorfälle und ausgenutzte Schwachstellen innerhalb von 24 Stunden gemeldet und zügig durch Updates behoben werden.
Bis Ende 2027 ist die volle Umsetzung des CRA erforderlich. Für Maschinenhersteller und Zulieferer bringt dies erhebliche Herausforderungen. Bestehende Produkte CRA-konform zu machen, kann sehr aufwendig sein und ist manchmal sogar unmöglich. Bei Nichteinhaltung drohen hohe Geldstrafen von bis zu 15 Millionen Euro oder 2,5 % des weltweiten Jahresumsatzes. Ein nicht CRA-konformes Produkt, das ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko darstellt, kann vom Markt genommen oder dessen Bereitstellung eingeschränkt werden. Auch formale Verstöße wie fehlende CE-Kennzeichnungen oder unvollständige technische Unterlagen können Sanktionen nach sich ziehen.
Der CRA macht Cybersicherheit zur Pflicht – Maschinenhersteller müssen Sicherheitsmaßnahmen von Anfang an berücksichtigen!
